Nebentätigkeiten in VoG

Kurz vor der Sommerpause hat das Föderale Parlament in Brüssel am 5. Juli das neue Gesetz zu den sogenannten "Nebentätigkeiten" verabschiedet.

Unter gewissen Bedingungen können VoG nun Privatpersonen steuerfrei bis zu 500€ pro Monat (indexiert) für Tätigkeiten im Rahmen der Vereinsarbeit zahlen.

Voraussetzung ist, dass die zu vergütende Person pensioniert, selbstständig oder mindestens zu 4/5 beschäftigt ist und dass sie nicht schon bei der gleichen VoG als Arbeitnehmer angestellt ist. Welche Tätigkeiten für diese Vereinstätigkeit zugelassen sind, erfahren Sie auf einer eigens eingerichteten Website des Landesamtes für Soziale Sicherheit (LSS).

ACHTUNG: In der Kammer wird aktuell ein sogenanntes "Reparaturgesetz" bearbeitet, das die erlaubten Tätigkeiten aller Voraussicht nach deutlich einschränken wird! Die angekündigten Einschränkungen betreffen insbesondere Jugendorganisationen und den Soziokultuellen Sektor. Der AGV329 rät darum seinen Mitgliedern, zumindest für 2018 von der Nutzung dieser Nebentätigkeiten abzusehen.

Der übergreifende Sektorenverband AnikoS und fast alle seine Mitglieder haben sich bereits im Juli äußerst kritisch gegenüber dem neuen Gesetz geäußert und angekündigt, in ihren Betrieben keine Freizeitarbeiter anzustellen, solange das System nicht grundlegend überdacht wird und das Ehrenamt weiter gefährdet bleibt. Einer ähnlichen Initiative der Fédération Maisons Médicales hatten sich mehr als 50 französischsprachige Branchenverbände und Vereinigungen angeschlossen. Auch die Wallonischen und Föderalen Branchenverbände für den nicht-komerziellen und den soziokulturellen Sektor (UNISOC, UNIPSO, CESSoC) hatten im Vorfeld äußerst ablehnend auf das Vorhaben der Regierung reagiert und es als Gefahr für das Ehrenamt und als schädlich für die Soziale Sicherheit bezeichnet.

Die Stellungnahme von AnikoS finden Sie HIER.
Mehr zur Initiative der Fédération Maisons Médicales HIER.